Welche Yogaübungen sollte man in der Schwangerschaft nicht machen? Yoga in der Schwangerschaft: Übungen, die vermieden werden sollten. Die Praxis von Yoga während der Schwangerschaft bietet zahlreiche Vorteile für werdende Mütter, darunter Stressabbau, gesteigertes Wohlbefinden und verbesserte Flexibilität. Allerdings ist es entscheidend, bestimmte Yogaübungen zu vermeiden, um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Hier sind einige Übungen, die während der Schwangerschaft vermieden werden sollten.

1. Bauchmuskelübungen auf dem Rücken:

In den späteren Schwangerschaftsmonaten sollte man Übungen vermeiden, bei denen man auf dem Rücken liegt und die Bauchmuskeln belastet. Dies liegt daran, dass das Gewicht des wachsenden Uterus auf die Hohlvene drücken kann, was die Blutzirkulation beeinträchtigen könnte. Stattdessen können modifizierte Bauchmuskelübungen im Sitzen oder Stehen durchgeführt werden.

2. Übermäßige Rückwärtsbeugungen:

Extreme Rückwärtsbeugungen, insbesondere solche, die den Bauch stark dehnen, sollten vermieden werden. Diese könnten den Druck auf den Bauchraum erhöhen und das Gleichgewicht beeinträchtigen. Stattdessen sind sanfte Rückbeugen, wie die Katze-Kuh-Position, empfehlenswert, um den Rücken zu stärken und zu dehnen.

3. Intensive Twists:

Starke Drehungen im Bereich des Bauches sollten vermieden werden, da sie den Blutfluss zur Gebärmutter beeinträchtigen könnten. Gemäßigtere Drehbewegungen, die die Wirbelsäule entlasten und den Rücken stärken, sind jedoch in der Regel sicher.

4. Übungen in liegender Rückenlage nach dem ersten Trimester:

Nach dem ersten Trimester ist es ratsam, Übungen in liegender Rückenlage zu vermeiden, da dies den Blutfluss zur Gebärmutter beeinträchtigen kann. Alternativ können Seitenpositionen für Entspannungs- und Atemübungen verwendet werden.

5. Fortgeschrittene Balanceübungen:

Fortgeschrittene Balanceübungen, die ein erhöhtes Sturzrisiko mit sich bringen, sollten vermieden werden. In der Schwangerschaft verändert sich das Gleichgewicht, und das Risiko von Stürzen nimmt zu. Es ist besser, auf sichere und unterstützte Balanceübungen umzusteigen, um Verletzungen zu vermeiden.

6. Übungen in überhitzten Umgebungen:

Yoga in überhitzten Umgebungen, wie beispielsweise in einem heißen Yoga-Studio, sollte vermieden werden. Überhitzung während der Schwangerschaft kann das Risiko von Dehydration und Kreislaufproblemen erhöhen. Es ist wichtig, in einer gut belüfteten Umgebung zu üben und ausreichend Wasser zu trinken.

7. Bauchpressen und intensive Atemübungen:

Übungen, die intensive Bauchpressen oder schnelle, tiefe Atemzüge erfordern, sollten vermieden werden, da sie den Druck im Bauchraum erhöhen können. Langsame, kontrollierte Atemübungen und entspannende Atemtechniken sind stattdessen empfehlenswert.

8. Inversionsübungen:

Inversionsübungen, bei denen der Kopf unterhalb des Herzens liegt, sollten vermieden werden, da sie das Gleichgewicht beeinträchtigen und den Blutdruck erhöhen können. Modifizierte Positionen wie das Sitzen auf einem Stuhl können eine sicherere Alternative sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass jede Schwangerschaft individuell ist, und es ist ratsam, vor Beginn einer Yoga-Praxis während der Schwangerschaft einen Arzt oder eine qualifizierte Yogalehrerin zu konsultieren. Frauen mit Komplikationen oder Risikofaktoren sollten besonders vorsichtig sein und bestimmte Übungen möglicherweise ganz vermeiden. Durch das Vermeiden von potenziell schädlichen Übungen und die Anpassung der Praxis an die Bedürfnisse des eigenen Körpers können werdende Mütter die vielen Vorteile von Yoga in der Schwangerschaft sicher genießen.

Welche Yogaübungen sind in der Schwangerschaft nicht erlaubt

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Last Update: 23. Dezember 2023